1970 in Mainz geboren, beschäftige ich mich seit meinem 15. Lebensjahr sehr intensiv mit dem Medium Fotografie.

Aufgrund meiner ausgeprägten Affinität zu innovativen Technologien war ich damals - es war die Zeit, in der die ersten Systeme mit Autofokus auf den Markt kamen - der Meinung, dass der Start in eine erfolgreiche fotografische "Karriere" eigentlich nur mit einem solchen japanischen AF-System möglich wäre.

Es kam jedoch anders: Mein Vater war nämlich der Meinung, dass zum Erlernen erster fotografischer Kenntnisse seine Kameraausrüstung vollkommen ausreichend war. Die war meines Erachtens aber extrem spartanisch, total veraltet, hatte nicht mal einen TTL-Belichtungsmesser, geschweige denn irgendeine Automatik-Funktion und es gab auch nur einen sehr eingeschränkten Brennweitenbereich von 35 bis 90mm. Mit diesem Umstand, dessen gesamte Tragweite ich erst später realisierte, konnte ich mich damals nur sehr widerwillig anfreunden.

Jene Ausrüstung bestand aus einer LEICA M2 mit drei SUMMICRON-Objektiven (35mm, 50mm, 90mm). Heute bin ich meinem Vater dafür extrem dankbar. Ich habe dadurch sämtliche fotografischen Parameter und ihre Zusammenhänge von der Pike auf erlernt, da ich mich damit auseinandersetzen musste und mir dies nicht durch irgendwelche Automatiken abgenommen wurde. Zudem war dies der Grundstein für die mich faszinierende Beschäftigung mit „der“ LEICA. Die LEICA prägt daher seit dem Beginn meiner Auseinandersetzung mit der Fotografie meine Sichtweise und wurde sozusagen zu meinem "point of view".